Tanne's lyrische Lichtungen

Einsame Insel. Tosende See. Peitschender Wind. Finsterer Nadelwald. Lichtungen. Ewige Stunde null? Willkommen.

Warum?

Ja warum eigentlich?

Hallo erstmal, ich bin Tanne. Du befindest dich in meinem Nadelwald, auf meiner Insel aus Felsgestein, mitten in der rauen See und umpeitscht von Sturmböen. So viel dazu.

Depression nennt man das, was ich wohl habe. Einen Geist im Kriegszustand würde ich das nennen. Es gibt Episoden des Friedens, klar, aber die halten nie lange und werden misstrauisch beäugt. Blöder Zustand, eigentlich. Aber er ermöglicht lyrische Ergüsse, die normalen Menschen nicht in den Schädel und auf die Tastatur schießen würden, also in der Hinsicht ein Vorteil. Wäre tragisch-komisch, wenn heraus käme, dass depressive Menschen mehr von ihrem Hirn nutzen als andere. Wer weiß das schon, über unsere Kopfmatsche wissen wir Menschen eh kaum was, und nutzen tuen wir sie auch seltenst anständig.

Ich werde mich auf diesem Blog unregelmäßig auskotzen. Unregelmäßig weil mir mal danach ist, mal aber auch nicht. Ich versuche dabei nicht, eine bestimmte lyrische Form zu wahren, ich werde vermutlich unkontrolliert meine Gedanken aus meinem geistigen Enddarm kacken. Beim scheissen weiß mensch ja auch nie, wie die Wurst am Ende aussieht. Oder ob es am Ende überhaupt eine Wurst ist, manchmal steht ja auch Sprühgulasch auf der Speisekarte in der Kacke-Kantine. Na gut, manch einer gibt sich insgeheim vielleicht doch eine B-Note für das Endergebnis. Vier von fünf Punkten für das wunderbare Zustandekacken einer gewaltigen geistigen Wurst, an der mensch noch sehen kann, was heute so im Magen gelandet ist.

Und mal so nebenbei. Ich mache das hier auch, um die Möglichkeit des Austausches mit möglichst vielen anderen Menschen zu erhalten, egal wie anders sie sind. Daher freue ich mich über jeden angeregten Kommentar und natürlich auch über Mails.

Genug gekackt. Ihr merkt, worum es geht. Was ihr damit anfangt ist eure Sache.

Grüße von der Insel

Tanne